Besondere Event-Gastronomie mit Beherbergungsbetrieb am Großmoorbogen

Mit Befremden hat die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltung offenbar allen Ernstes erwägt, beim eventuellen Auszug der Firma B.O.C. am Großmoorbogen 9 im Industriegebiet im Wege der Befreiung zukünftig auch besondere Event-Gastronomie mit Beherbergungsbetrieb auf mehreren Etagen zuzulassen.

Wie bekannt geworden ist, plant die Firma B.O.C., deren Ansiedlung 2004 wegen der Einrichtung der Konzernzentrale zusammen mit einem Fahrradfachmarkt ermöglicht worden ist, den Standort ganz oder teilweise zu verlassen.

In diesem Zusammenhang ist offenbar für eine Nachfolgenutzung ein Vorbescheidsverfahren bereits Ende des vergangenen Jahres eingeleitet worden.

Auf Nachfragen im zuständigen Regionalausschuss konnte bisher eine Konkretisierung der geplanten zukünftigen Nutzung nicht hinreichend erklärt werden. Eine Vorstellung der Antragsunterlagen in der Gesamtfraktion ist von der Verwaltung grundsätzlich verweigert worden.

Die CDU-Fraktion hat daher bisher die Zustimmung zu dem Vorbescheidsantrag ausdrücklich verweigert.

Überraschend ist, dass zwischenzeitlich Grundstücksnachbarn und Anlieger von der Verwaltung darüber informiert worden sind, dass baurechtliche Befreiungen für die geplanten Nutzungsänderungen beantragt sind. Den Anliegern ist Gelegenheit zur Stellungnahme binnen zwei Wochen gegeben worden, mit dem Hinweis, dass spätere Einwendungen gegen das Vorhaben ausgeschlossen sind.

Aus Sicht der CDU-Fraktion, die von zahlreichen Anliegern, die unmittelbar betroffen sind, jedoch auch von Gewerbetreibenden in der näheren Umgebung um Hilfe gebeten worden ist, ist eine Event-Gastronomie mit Beherbergungsbetrieb an dieser Stelle nicht nur nicht wünschenswert, sondern auch in hohem Maße gefährlich. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Betriebe, die dauerhaft Gefahrstoffe lagern und transportieren. Von daher würden bei Ansiedlung von Gastronomie und Beherbergungsbetrieb Gefährdungen in Kauf genommen werden, die nicht vertretbar sind.

Die CDU-Fraktion erwartet daher von der Verwaltung und ihrem Bezirksamtsleiter, dass das Vorhaben kurzfristig ablehnend beschieden wird.

Ralf-Dieter Fischer

Fraktionsvorsitzender